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Themen

Glaube und Kirche

Glaube und Kirche

Firmung

Sich mit Jugendlichen auf den Weg zu machen, ist ein Abenteuer. Diese Erfahrung machen tagtäglich Eltern, Pädagogen, Trainer. Sich mit Jugendlichen auf den Weg zur Firmung zu machen, ist ein besonders spannendes Abenteuer. Es ist spannend, anstrengend, überraschend, frustrierend, ermutigend, so manches Mal „den Atem raubend“, begeisternd und zeigt so manche Grenze, macht manches Mal traurig und fassungslos.

Wie können wir Jugendliche, die im Bistum Trier nach allgemeiner Praxis bei der Firmung etwa 14 oder 15 Jahre alt sind und gerade in der Pubertät stecken, für Glaube und Kirche interessieren? Mit welchen Mitteln können wir sie erreichen und begeistern? Worauf sprechen wir sie an und worauf lassen sie sich ein? - Das sind Fragen, die seit Jahren alle Mitarbeiter_innen, nicht nur im Bistum Trier, beschäftigen.

Die Firmung vollendet die Taufe durch die Besiegelung mit dem Heiligen Geist. Sie steht am Beginn des Erwachsenenlebens, in einer Zeit, in der sich junge Menschen mit Fragen über das eigene Leben beschäftigen.

Firmung

Die Katechese unterstützt und begleitet uns in der Vorbereitung und Auseinandersetzung mit unserem Glauben.

Katechese

So begann es …

Um bei allem Engagement die Gründe für die überwiegende Unzufriedenheit im Zusammenhang mit dem Sakrament der Firmung bei Eltern, Firmlingen, Katecheten, der Gemeinde, den Seelsorgerinnen und Seelsorgern und dem Bischof verstehen zu können, ist es notwendig, einen Blick auf die bis heute übliche Firmkatechese und deren Entstehung zu werfen. Sie begann nach 1970 mit einer neuen Ära, der Gemeindekatechese. In einigen Pfarreien übernahmen erwachsene Christen (ohne besondere theologische beziehungsweise pädagogische Qualifikationen) je eine Gruppe von sechs bis acht Kindern beziehungsweise Jugendlichen und bereiteten diese auf den Empfang der Sakramente vor.
Bald gehörten Begriffe wie Tischmütter, Gruppeneltern, Laienkatecheten, Firmhelfer, Kommunionmütter zum pastoralen Sprachgebrauch. Sie kennzeichneten den Aufbruch einer Praxis, die nicht von einer universitären Pastoraltheologie konzipiert noch von einem Bischof oder Seelsorgeamt angestoßen worden war. In dieser Ära der Gemeinde-, explizit der Firmkatechese leben wir faktisch bis heute.

Und so sieht es heute aus …

Kirche verändert sich – und damit das verbundene Kirchenbild der Pfarrei als Gemeinde. Die Veränderungsprozesse im Bistum Trier, vor allem durch den Strukturplan 2020 und durch die Beschlüsse der Bistumssynode ,machen das auch nach außen hin deutlich. Die Einheiten werden noch größer, eine Firmvorbereitung mit weit über hundert Jugendlichen ist nach altem Muster nicht mehr leistbar und zielführend. Mit der gängigen Praxis wird so getan, als sei das Christsein „vererbbar“. Doch das ist unmöglich in einer Zeit, in der es Brüche mit Traditionen und unterschiedliche Glaubensvorstellungen und religiöse Biografien gibt, wie häufige Konflikte zeigen.

Die Art und Weise des Christwerdens und Christbleibens ändert sich in der heutigen Zeit immer mehr. Ein Merkmal dafür ist, dass gerade Jugendliche auf der Suche nach dem Sinn und Halt ihres Lebens immer mehr nach religiösen Fundstätten auch außerhalb der Pfarrei Ausschau halten. Ihre gesammelten Erfahrungen können sich zu religiöser Identität ausprägen, wenn sie unterwegs mit der von einer Gemeinschaft repräsentierten Glaubenshaltung zusammentreffen. Es geht um die Suche. Solche Jugendliche können im Umkreis der Weltjugendtage, der Ministrantenwallfahrt und Ministranten- und Jugendgruppen, der Jugendwallfahrten, bei Jugendevents (z.B. Heilig Rock Tage / Heilig Rock Wallfahrt / 72 Stunden Aktion), in Taizé oder in Jugendkirchen (im Bistum Trier auch Kirchen der Jugend) Anschluss finden.
Um den Jugendlichen auf der Suche nach dem Geheimnis ihres Lebens helfen zu können, braucht es in der Firmpastoral neue Orte und Personen, Gemeinschaften und differenzierte Angebote.