Diese Webseite kann Cookies einsetzen, auch zur Optimierung der Webseitennutzung und zur Auswertung von Webseitenbesuchen (s. Datenschutzhinweise, auch zur Ablehnung). Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Recht und Versicherung

Datenschutz

Recht und Versicherung

Datenschutz

Kein WhatsApp mehr, ständig irgendwelche E-Mails wegen geänderter Datenschutz-Bestimmungen und auf jeder Website ein fettes Pop-up wegen Cookies... gibt es eigentlich ein Thema, das noch mehr nervt als Datenschutz? Was soll das Ganze eigentlich? Und warum dazu jetzt noch eine Arbeitshilfe für die Jugendarbeit und Jugendpastoral? Bevor es Missverständnisse gibt: Auch der Schutz von Daten ist wichtig. Das ist dann das Thema Datensicherheit mit allen dazu notwendigen technisch-organisatorischen Maßnahmen. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte. Worum es bei Datenschutz-Gesetzen wirklich geht, ist etwas anderes: Es geht um den Schutz von Menschen und deren Grundrechten! Die Idee, dass ich selbst entscheiden darf, wer welche Daten bzw. Informationen von mir hat und wer was damit machen darf, ist noch gar nicht so alt. Diese sogenannte informationelle Selbstbestimmung geht zurück auf die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals sollte es eine vollständige Erhebung umfassender persönlicher Daten aller Bewohnerinnen und Bewohner der alten Bundesrepublik geben – womit der bzw. die Einzelne für den Staat, Kommunen und Gemeinden quasi gläsern geworden wäre. Massive zivile Gegenwehr und ein Rechtsstreit führten dazu, dass diese Vollerfassung untersagt wurde; seitdem gibt es den Abgleich zwischen behördlich gespeicherten Daten und tatsächlicher Bevölkerung nur noch als Stichproben (Mikrozensus). Angesichts einer immer umfassenderen Digitalisierung, die alle Lebensbereiche erfasst, hat sich die Diskussion um Datenschutz mittlerweile deutlich verlagert: Statt BürgerInnen gegenüber einem potenziell übergriffigen Staat zu schützen, geht es heute vor allem darum, NutzerInnen von Apps, Diensten und Plattformen vor Tracking, Profiling und anderen fragwürdigen Big-Data-Nutzungen durch die international tätigen Anbieter zu bewahren und sie in der Durchsetzung ihrer informationellen Selbstbestimmung zu unterstützen. Sinn und Zweck des Datenschutzes ist es also, Menschen und deren informationelle Selbstbestimmung zu schützen und nicht „Daten“ an sich!

Diese positive Motivation hat unter anderem zur Erarbeitung der EU-DSGVO geführt, die seit 2016 in Kraft und seit 25. Mai 2018 für alle EU-Staaten verbindlich ist. Das heißt, dass bis zu spätestens diesem Zeitpunkt nationale Regelungen überprüft und ebenso wie davon abgeleitete Gesetze angepasst werden mussten. Dabei sind leider einige rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten („Öffnungsklauseln“) nicht genutzt worden, so dass an mancher Stelle der Eindruck entsteht, dass für den Alltag nicht sonderlich passende Regelungen gefunden wurden. Außerdem gibt es häufig Abwägungen zwischen unterschiedlichen Rechtsprinzipien, z. B. verschiedenen „Rechtfertigungsgründen“ für Datenspeicherung, die in der Praxis dann zu vorübergehenden oder andauernden Unsicherheiten führen. Vieles ist derzeit unklar und muss ggf. gerichtlich geklärt werden. Die Arbeitshilfe Datenschutz will daher für den Bereich der kirchlichen Jugendarbeit und Jugendpastoral zentrale Fragen aufgreifen und zu einer praxisorientierten Klärung beitragen. Im Zweifelsfall gilt: Keep calm and comply with GDPR – keine Panik, bitte! Dabei wollen wir nicht nur fragen, was jeweils alles verboten ist, sondern auch nach den positiven Gestaltungsmöglichkeiten schauen. Eine besondere Chance liegt dabei darin, dass das KDG, das Datenschutzgesetz der Katholischen Kirche, binnen drei Jahren überprüft und ggf. überarbeitet werden soll. Bis dahin klären wir auf, was personenbezogene Daten eigentlich sind, was Datenvermeidung und Datensparsamkeit bedeuten, welche weiteren Prinzipien dem Datenschutz noch zugrunde liegen, und was wir alle von einem funktionierenden Datenschutz haben – auch in Jugendarbeit und Jugendpastoral.

Prof. Andreas Büsch, Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischfskonferenz an der KH Mainz

Arbeitshilfe Datenschutz

Was müsst ihr beachten?

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) hat eine Arbeitshilfe erstellt, die euch in einem sicheren Umgang mit dem Datenschutz helfen soll. Sie will daher für den Bereich der kirchlichen Jugendarbeit und Jugendpastoral zentrale Fragen aufgreifen und zu einer praxisorientierten Klärung beitragen.

Hier findet ihr die Arbeitshilfe

Ihr habt Fragen zum Thema Datenschutz? Dann nutzt einfach das Kontaktformular!

Kontaktformular